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BLAKVISE – Firmament

25. Jan. 2012 | von
BLAKVISE-Firmament-cover-artwork

Band: BLAKVISE
Album:
"Firmament"
Genre: Post Hardcore
Spielzeit: 48:12
Release Date: 27.01.2012
Label: Intono Records
Web: http://www.blakvise.de/
Bewertung: 7 / 10

01. Escape
02. A Promise From Older Days
03. Future Kid
04. We Walk Along
05. Lost Into Yourself
06. Counting Stars
07. The Warmth
08. Change
09. Lightyears
10. It's Over
11. Bitter End

Das achteinhalb Minuten lange "The Bitter End" ist ein kompositorisches Meisterwerk.

Keine Frage: Sie sind extrem vielschichtig. BLAKVISE haben sich noch nie wirklich in irgendeine Genre-Schublade einordnen lassen. FĂĽr klassischen Hardcore sind sie eigentlich zu poppig, fĂĽr Screamo sind sie zu eingängig – aber fĂĽr die Alternative/Indie-Schiene kracht es bisweilen eben auch ein wenig zu sehr. Das macht schon der Opener ihrer neuen Scheibe “Firmament” deutlich: Der “Escape” betitelte Track rummst nämlich mit ordentlicher Punkrock-Schlagseite und knallenden Screams aus dem Boxen.

In der Regel wechseln sich aber ruhige Passagen mit cleanem Gesang und wĂĽste Hardcore-Attacken mit wildem Geschrei ab. Das erzeugt durchaus Spannung. “We Walk Along” zum Beispiel wartet sogar mit balladesken Piano-Parts auf, die atmosphärisch gut zu einem verregnet-kalten Sonntagnachmittag passen – um dann aber jede aufkommende Ruhe und Besinnlichkeit mit diversen Bratgitarren-Breitseiten zu vertreiben. Bisweilen kann man kaum glauben, dass Frontmann Jo Gros einerseits mit einer solch – sagen wir wie es ist – butterweichen Stimme singen und sich im nächsten Moment die Lunge aus dem Leib rotzen kann.

Leider trifft diese Sound-Dichotomie aber auf nahezu jeden Song zu. Und so ĂĽberraschend die Wechsel aus brachialen Parts und hypnotisch getragenen Melodien zunächst auch sind: Das Konzept nutzt sich doch ein wenig ab. Vielleicht wäre es besser, nicht immer alle Ideen und Facetten der Band in jeden Song zu pressen, sondern auch unter den Songs fĂĽr Abwechslung zu sorgen: Mal einen ruhigen, mal einen lärmenden. Wobei – zugegeben! – das achteinhalb Minuten lange und mäandernd-flirrende “The Bitter End” ist am Schluss tatsächlich ein kompositorisches Meisterwerk.


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