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13.12.2011: HATEFEST, Hannover (Musikzentrum)

22. Dez. 2011 | von


Dienstag, 13.12.2011, früher Abend kurz vor 18:00 Uhr. Es ist wieder soweit: die HATEFEST-Tour vom Veranstalter Rock The Nation ist unterwegs durch die Lande, um unsere Metallerherzen mit harten Klängen zu erwärmen.

Allzu viele Menschen haben sich zum Opener LOST DREAMS um 18:00 noch nicht eingefunden. Schade eigentlich für die Österreicher, denn die haben’s nämlich tatsächlich drauf! Die wenigen Leute vor der Bühne scheinen sie auch nicht zu stören. Souverän bolzen sie sich durch ihr fettes Melodic Death Set und Sänger Stefan Traunig versucht gut gelaunt den kleinen Mob zu motivieren. Nach viel zu kurzen 22 Minuten ist allerdings auch schon Schluss für die Jungs aus Tirol.

Nach sphärischen Klängen statt Musik in der Umbaupause ist es Zeit für Black/Death Metal aus Polen. AZARATH entern die Bühne. Gitarrist und Shouter Necrosodom wirkt, wie von einer Black Metal Band zu erwarten, schön diabolisch und keift fein ins Mikro. Der Rest vom Sound ist leider nur Brei. Man hört also die Gitarrenleads kaum. Wirklich Spaß macht das live leider nicht, auf der Konserve jedoch schon. Schade!

Milking The Goatmachine Hatefest HannoverLustig weiter geht es dann mit den Ziegenköppen von MILKING THE GOATMACHINE. Die Herren mit dem Faible für bärtige Paarhufer feuern direkt mit gutem Sound ihre Hits in den Mob. ‘Milk Me Up Before I Go Go”, ”Here Comes Uncle Wolf” (mit Gastauftritt von Onkel Wolf höchstpersönlich!), natürlich ”Ding Dong”, sowie einige Songs vom neuen Longplayer ”Clockwork Udder” sind im Set vertreten. Die Band besticht wieder durch Spielfreude und Agilität. Wer zum ersten Mal die GOATMACHINEs sieht und sich fragt, wo denn eigentlich der Gesang herkommt, dem sei gesagt: der Schlagwerker mit seinen zwei Gehirnen ist’s.

Marduk Hatefest HannoverMit MARDUK aus dem schönen Schweden geht es in die nächste Runde. Auch hier ist der Sound einigermaßen passabel. Die Schwarzheimer starten mit ”Nowhere, No One, Nothing” vom ”Wormwood”-Album in ihr Set. Man könnte meinen, die Band möchte nicht gesehen, geschweige denn fotografiert werden, denn auf der Bühne wird dermaßen viel Nebel produziert, dass der Plan auch aufgeht. Nichts desto trotz machen MARDUK einen guten Job. Die Atmosphäre passt, die Ansagen sind knapp, die Mischung der Songs ausgewogen. ”Black Tormentor Of Satan”, das großartige ”Panzerdivision Marduk” und einiges mehr wird geboten. Nur ”Fistfucking God’s Planet fehlt in der Setlist. Die Band verschwindet dann plötzlich nach dem letzten gespielten Ton sang- und klanglos im Nebel, obwohl noch Zeit für ein weiteres Stück gewesen wäre. Schade drum!

Triptykon Hatefest HannoverMittlerweile ist das Musikzentrum recht gut gefüllt und es ist Zeit für das schweizer Groovekommando TRIPTYKON um Ex-CELTIC FROST Shouter Tom Gabriel Warrior. Das Tempo wird nun gut zurückgeschraubt und der atmosphärische Groove regiert das Set. TRIPTYKON haben einen fetten Sound, den sie auch auf jeden Fall brauchen. Tom G. Warrior freut sich, wieder einmal in Hannover zu sein, denn er verbindet einiges mit unserer schönen Stadt: die CELTIC FROST Alben ”Into The Pandemonium” (1987) und ”Monotheist” (2006) wurden nämlich in Hannover aufgenommen. Nach 50 Minuten geballter Coolness ist Schluss und Zeit für den Headliner des Abends.

Kataklysm Hatefest HannoverLeider haben sich viele Besucher unverständlicherweise nach dem TRIPTYKON-Gig bereits verdrückt. Selbst Schuld, denn die kanadischen Masters Of Northern Hyperblast KATAKLYSM liefern einen klasse Gig ab. Die Jungs um Shouter und Sympathiebolzen Maurizio Iacono haben Bock, guten Sound und einen Sack voll Hits mitgebracht.  Eröffnet wird mit ”Let Them Burn”, fett weiter geht es mit ”Manipulator Of Souls”, ”Push The Venom”, ”Ambassador Of Pain” und weiteren Hits. Die Kanadier erobern das Musikzentrum wieder im Sturm und der finale Killer ”Crippled And Broken” wird nochmal ordentlich abgefeiert. Anschließend gibt es noch Shakehands mit den Fans in der ersten Reihe und die Schlacht ist geschlagen.Ein langer und gelungener Konzertabend mit sechs Bands geht zu Ende und zufriedene Fans nach Hause. So soll’s sein!

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