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28.11.2011: THRASHFEST CLASSICS, Braunschweig (Meier Music Hall)

2. Dez. 2011 | von


thrashfest-2011-braunschweigEs ist Montag, der 28. November 2011, 18:00 Uhr. Braunschweig, Meier Music Hall. Es ist wieder Zeit für das Thrashfest. In diesem Jahr jedoch ist es besonders ausgefallen, da sich die Bands ausschließlich Stücke von ihren Klassikeralben in die Setlist schieben. Es ist also ein äußerst netter Abend zu erwarten.  Das Meier ist proppevoll und schnell wird es entsprechend kuschelig warm. Sehr praktisch sind deshalb die im Laden verteilten Getränketheken. Man muss sich so nur durch die halbe Menge drängeln, um seinen Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Den Anfang machen MORTAL SIN aus Down Under. Das Set besteht aus Songs vom Debut ”Mayhemic Destruction” und dem Zweitwerk ”Face Of Despair”. Die Australier machen direkt Dampf und haben Bock. Der Sound ist ebenfalls bestens, was man übrigens direkt für den ganzen Abend behaupten kann. Der Mixer macht echt einen Superjob. Die Crowd wird zwar von der ersten Band des Abends noch nicht ganz so mitgerissen, aber sauber ist der nur halbstündige Gig allemal!

Es folgt nun die erste Kapelle aus der Bay Area. HEATHEN sind in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal im Meier. Sie waren mit OVERKILL im März schon zu Gast. Die Herren aus dem sonnigen Californien kommen mit ihren Songs der ersten beiden Alben ”Breaking The Silence” und ”Victims Of Deception” deutlich melodischer und progressiver daher. Leider gibt es anfänglich Probleme mit dem Mikrofon von Sänger David White. Das Mikro setzte immer mal wieder aus, oder bot kratzende Geräusche, bis es schlussendlich beim vierten Song gegen ein neues getauscht wurde. Songs wie das groovige ”Open The Grave” oder der Smasher ”Death By Hanging” kommen gut an und werden schön mitgegrölt. Gitarrist Lee Altus hat auf dieser Tour einen doppelten Job zu erledigen, denn er muss jeden Abend zwei Mal ran. Zuerst mit HEATHEN und schließlich noch mit EXODUS, bei denen er seit 2005 beschäftigt ist. Bleibt zu hoffen, dass er seine Nackenmuskulatur ordentlich vorbereitet hat…

Die dritte Band des Abends ist ebenfalls dieses Jahr bereits mit OVERKILL im Meier gewesen. Die Rede ist von DESTRUCTION. Die Band um Shouter Schmier freut sich wieder da zu sein und ist gut drauf. DESTRUCTION haben Schätzchen von ”Sentence Of Death” und ”Infernal Overkill” in den Sack gepackt und lassen diese jetzt wieder aus dem selbigen. Songs vom Kaliber ”Black Mass”, ‘Bestial Invasion” oder ”Eternal Ban” werden abgefeiert und die Temperatur in der Halle steigt… Während der Umbaupausen wird zwar eine kleine Tür in Bühnennähe zum Lüften geöffnet, aber die Wirkung bleibt null.

Wer vielleicht noch eben draußen ist, um frische Luft zu schnappen oder an der Bar im Eingangsbereich steht, der hat kurz vor dem Auftritt von SEPULTURA noch Gelegenheit Gitarrist Andreas Kisser treffen zu können, der gerade einmal durch das Meier geht und sich auch nicht scheut in der Kürze der Zeit noch Autogramme zu schreiben oder Fotowünsche der Fans zu erfüllen. Daumen hoch!

Wenige Minuten später entern dann die Brasilianer SEPULTURA die Bühne, um ein Feuerwerk von Songs der Alben ”Beneath The Remains”, ”Arise” und ”Chaos A.D.” abzufeuern. Trotz des wenigen Platzes im Saal entsteht vor der Bühne ein kleiner, aber feiner Moshpit zu Songs wie ”Refuse/Resist”, ”Mass Hypnosis”, oder ”Beneath The Remains”. Fans und Band gefällt’s. Fronttier Derrick Green besticht durch gute Laune, nettes Grinsen und er glänzt mit seinen Deutschkenntnissen. Die Energie der Leute im Pit scheint zu Recht aufgrund der Wärme im Verlauf des Auftritts abzuflachen. Das Publikum wird dennoch öfter mit ”Super, super, super!” gelobt und zum Ende hin zu ”Territory” und dem abschließenden ”Arise” von Mr. Green aufgefordert : ”So, jetz nomma all sehr varuckt!”. Die Kräfte nochmal gesammelt und ein letzter Pit entsteht. Großartiger Auftritt! SEPULTURA haben auf dieser Tour bereits ihren 20 Jahre jungen, neuen Drummer Eloy Casagrande dabei. Der junge Brasilianer aus Sao Paulo macht eine hervorragende Figur hinter der Schießbude! Er darf sogar ein sehr kurzes Solo darbieten. Hätte gern länger sein können!

Auf gehts zur letzten Runde! Ring frei für Bay Area – Thrasher Nummer zwei: EXODUS! Wie schon gesagt auch Runde zwei für Gitarrist Lee Altus. Die Amerikaner machen keine Gefangenen und bolzen sich froh und munter durch ihr Set. Der Sound ist immer noch super, die Besucher noch gut drauf aber vielleicht auch schon etwas müde. EXODUS konzentrieren sich auf ihre Alben ”Bonded By Blood”, ”Pleasure Of The Flesh” und ”Fabolous Disaster”. Frontbrecher Rob Dukes und Gitarrist Gary Holt bieten agiles Stageacting, die Songs werden gut abgefeiert. Mit Reißern wie ”Metal Command”, ”Toxic Waltz”, ”Strike Of The Beast” und dem obligatorischen ”Bonded By Blood” geht auch dieser Gig und somit ein langer aber gelungener Konzertabend zu Ende. Man darf gespannt sein auf das nächste Thrashfest!

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