Metal4 Metal4 Mehr

Newsletter!




30.09.2011: KNORKATOR, Hannover (Capitol)

12. Okt. 2011 | von


Das hannoversche Capitol ist gegen 19:30 Uhr noch nicht recht gefüllt, umso mehr Platz ist am Merchandise-Stand, der mit allerlei Shirts und Kleinkram aufwartet. Selbst Meister Stumpen ist vor Ort und gibt sich wie gewohnt sehr fanfreundlich, schreibt Autogramme samt lustigen Widmungen, die ihm gerade einfallen, ist bereit für Smalltalk und das ein oder andere Foto, welches er auch gerne mit seinem eigenen iPhone macht und dann per E-Mail weiterschickt (weil z.B. der Kamerablitz des Schreibers ausgefallen war…).

Punkt 20:00 Uhr starten KNORKATOR dann mit “Der ultimative Mann” in ihr zweistündiges Set. Das Capitol ist mittlerweile gut gefüllt und die Menge hat Bock auf die perfekte Symbiose aus großartiger Musikalität, Wortgewandtheit und Comedy der Berliner. Stumpen kommt, in sein lila Ganzkörperkondom gehüllt, hinter einer Leinwand hervor und agiert roboterähnlich zum ersten Song. Die Hülle fällt zur Begrüßung mit “Schwanzlich Willkommen” und nur sein Badeanzug bleibt an. Es folgen einige weitere Klassiker wie “Mich verfolgt meine eigene Scheiße”, “ich will nur fickn”, “Ich lass mich klonen”, “Ick wer zun Schwein”. Zu “Eigentum” kommt auch Knorkator-Mastermind Alf Ator unter seinem mit verschiedenen Keyboards und Sythesizern gespickten Klettergerüst hervor und übernimmt den ersten der wenigen Songs mit seinem Leadgesang.

Der erste Teil des Sets ist nun vorbei und es geht nun an die Songs des neuen Albums ‚”Werde Nicht“. Beim ersten Durchhören der Scheibe mögen die Stücke vielleicht noch nicht ganz zünden. Hier live im Saal sieht das schon anders aus. Etwa die Hälfte des Albums wird mit Auflockerung durch bekannte Stücke dargeboten. Parallel zu “Du nich” läuft eine Projektion von Alf Ator-Comics auf einer Leinwand am Bühnenrand, passend zum Songtext. Die Zeichnungen, die Alf so zeigt sind einfach zum schießen. In diesem Zuge sei auch noch etwas Werbung gemacht für Ators Buch “The Best of fast allen Comics”. Unbedingt anchecken! Da Ators Junior TimTom nicht anwesend sein kann, läuft seine Gesangsspur zu “Arschgesicht” via Video über die Leinwand. Stumpen gönnt sich derweil eine kleine Pause. Zurück auf der Bühne verkündet Stumpen, das BuzzDee vor einigen Wochen zum sechsten Mal Vater wurde. Damit das nicht nochmal passiert, soll das Publikum Münzen in Richtung BuzzDees Männlichkeit werfen, was auch fleißig gemacht wird. Stumpen erinnert beim Auffangen-und sammeln etwas an Sterntaler. Als letztes Stück vor der vier Song starken Zugabe kommt noch das allseits geliebte “Weg nach unten”. Den Abschluss macht dann “Wir werden”.

KNORKATOR bringen immer wieder richtig Spaß. Speziell der ganze Schabernack zwischen den Songs. Allerdings sind die wilden Shows mit Stumpens waghalsigen Sprüngen – er konzentriert sich eher aufs Hampeln – oder dem Tortenkatapult etc. wohl vorbei. Aber man sollte dennoch auf die kommenden Festivals gespannt sein. Vielleicht taucht das ein oder andere Gerät ja wieder auf… Wer also noch die Gelegenheit hat, eines der Konzerte der Tour zu besuchen, der sollte das tun! Nach dem Konzert liegt es nah, noch auf ein Getränk im gegenüberliegenden Irish Pub einzukehren. Dort findet sich dann auch nach kurzer Zeit auch KNORKATOR  (allerdings ohne Stumpen) ein. Wie schon Stumpen vor dem Gig ist der Rest der Band genauso offen für Fragen, Fotos Autogramme etc. Also alles in allem ein gelungener Abend!

Tags: , ,

Gib deinen Senf dazu!

Du musst eingeloggt sein um deinen Senf dazugeben zu können.