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19.01.2011: Neckbreaker´s Ball, Hannover

20. Jan. 2011 | von


Neckbreakers-Ball-2011-flyer

Am 19.01. machte die Neckbreaker`s Ball-Tour von Rock The Nation im Musikzentrum in Hannover Halt und auch wir von METAL4HANNOVER waren bei diesem Event dabei, um euch davon zu berichten. Von den Bands her war an diesem Abend mit Kataklysm, Legion Of The Damned, Equilibrium, Manegarm und Milking The Goatmachine für jeden was dabei, um ordentlich die Matten kreisen zu lassen.
Einlass war schon um 18 Uhr und das Musikzentrum, das mit seiner Größe und Kapazität für diese Tour genau das richtige war, war dementsprechend spärlich gefüllt – aber das sollte sich ja noch ändern.

Pünktlich um 19 Uhr betraten dann die vier Herren mit Ziegenmaske von Milking The Goatmachine die Bühne und fackelten auch nicht lange, die Halle, welche erst ca. zur Hälfte voll war, gleich mit ihrem Goatgrind in Form von “March Into Shed” zu beschallen. Ungewöhnlich bei dieser Combo ist, dass hier Schlagzeuger Goatleeb Udder für den Gesang zuständig ist, was auch für ein paar fragende Gesichter im Publikum sorgte. Vorteil dabei ist jedoch, dass die Saitenfraktion dadurch uneingeschränkter ist und auf der Bühne agiler sein konnte. Und das war auch der Fall: das Stageacting war von Anfang bis Ende dynamisch und die Jungs hatten sichtlich Spaß. Der Sound war ebenfalls durchgängig gut und auch die Setlist konnte mit altem Material, wie z.B. “Sour Milk Boogie” und “Surf Goataragua”, als auch mit neuen Songs vom aktuellen Album “Seven..A Dinner For One” wie “Ding Dong”, “Milk Me Up Before I Gogo” und “Seven” überzeugen. Doch der Funke wollte nicht richtig auf’s Publikum überspringen, welches den Gig eher zurückhaltend und schüchtern beobachtete. Schade, verdient hätten es Milking The Goatmachine allemal, denn das war an sich ein mehr als solider Auftritt.

Als zweite Band an diesem Abend betraten die Schweden Manegarm die Bühne, um das Publikum mit rhythmischem Viking Metal zu beglücken, und begonnen ihr knapp 40-minütiges Set mit “Mina Fäders Hall”. Manegarm versprechen immer wieder besondere Auftritte bei guter Laune und der Raum vor der Bühne füllte sich zunehmend. Eine erfreuliche Mischung aus neuen und älteren Songs bot einiges an Abwechslung und ließ die gespannte Meute vor der Bühne nicht lange stillstehen.
Die Kombination aus klangvollen Metalriffs und den zarteren Tönen der Violine machten den Kick an diesem Abend aus, wenn auch etwas schal aus den Boxen wiedergegeben, da der zuvor gute Sound hier eher mager war. So war beispielsweise der Gesang zu leise und von den Gitarren hörte man fast nur die Tiefen.
Aber dennoch lieferten Manegarm einen anständigen Auftritt ab und konnten bestimmt den ein oder anderen Fan mehr gewinnen, auch wenn die Band teils ein wenig gelangweilt wirkte.

Die deutschen Pagan Metaller von Equilibrium waren als nächstes am Start. Mit der letzten Scheibe namens “Rekreatur”, die von den Fans mittlerweile hervorragend mitgegröhlt werden konnte, brachte man die erhitzte Menge zum Feiern, so dass kaum jemand ruhig blieb. Natürlich wurden auch altbekannte und erwiesenermaßen stimmungsvolle Songs gespielt, die ebenso, wenn nicht sogar enthusiastischer, aufgenommen wurden. “Blut im Auge”, “Unbesiegt” und “Heimwärts” kamen, vorallem aufgrund der sichtbaren Spielfreude der Band hinter Sänger Robert Dahn, super beim Publikum an. Spätestens als die ersten Töne des Liedes “Met” erklungen, gab es kein Halten mehr, besonders bei jenen, die sich an diesen oder diversen anderen Getränken
gütlich getan haben. Auch wenn Equilibrium wie ihre Vorgänger Manegarm mit dem leicht matschigen Sound zu kämpfen hatten, haben die Bayern alles gegeben und eine unterhaltsame Show dargeboten.
Nachdem Equilibrium das Publikum so angeheizt haben, stellte sich nun die Frage, ob Legion Of The Damned diese Stimmung erhalten können.

Um es vorwegzunehmen: ja, sie konnten. Und wie! Los ging es mit dem Intro und Titeltrack des aktuellen Albums “Descent Into Chaos”, auf welches gleich “Night of the Sabbath” folgte. Schnell wurde klar, dass Legion Of The Damned die Aggressivität, die auf ihren CDs vorherrscht, auch live wunderbar übermitteln können und so knallten einem die Songs extrem druckvoll und tight um die Ohren. Das mittlerweile gefüllte Musikzentrum wusste dieses zu schätzen und so entwickelte sich in der Mitte ein anständiger Moshpit. Dieser wurde durch Songs wie “Cult of the Dead” und “Pray And Suffer” noch weiter zum Tosen gebracht. Insgesamt wählten die spielfreudigen Holländer eine ausgewogene Setlist bestehend aus altem, als auch neuem Material – so gab es vom neuen Album noch “Shrapnel Rain” zu hören und von der ersten Scheibe, “Malevolent Rapture”, spielten sie “Werewolf Corpse”, “Death Head`s March” und “Legion of the Damned”. Unter`m Strich also ein sehr guter Auftritt der Holländer.

Kurz vor elf war es dann Zeit für den Headliner des Abends und so eröffneten Kataklysm nach einem kurzen, epischen Intro mit “A Soulless God” ein knapp eineinhalb-stündiges Death Metal-Set der Extraklasse, worauf gleich das starke “Serenity In Fire” folgte. Man merkte den Kanadiern rund um Frontmann Maurizio die knapp 20 Jahre Erfahrung deutlich an und so animierten sie das Publikum noch einmal und holten das Letzte aus der schwitzenden Menge raus. Der Sound war auch immernoch gut, so dass die harten Riffs und peitschenden Drums gut zur Geltung kamen.
Das neue Album “Heaven`s Venom” kam bei diesem Auftritt auch nicht zu kurz und so wurden neben “A Soulless God” noch “Determined”, “Push The Venom” und “At The Edge Of The World” zum Besten gegeben, aber auch ältere Sachen wie “As I Slither” und “In Shadows And Dust” fanden in der Setlist Platz. Nach “The Road To Devastation” und dem Kracher “Crippled & Broken” gingen Kataklysm dann von der Bühne. Aber nicht endgültig, denn es folgten noch “To Reign Again” und “Like Angels Weeping The Dark” als Zugabe, die den Abend würdig abschlossen.
Mit diesem Auftritt zeigten Kataklysm mal wieder, warum sie in der Death Metal-Welt nicht mehr wegzudenken sind und überzeugten wohl jeden Anwesenden vollends.

Als Fazit lässt sich sagen, dass der Neckbreaker`s Ball ein mehr als gelungener Abend war. Die Bands gaben sich alle bis auf minimale Ausnahmen große Mühe, der Sound war größtenteils in Ordnung und auch die Setlists sorgten für reichlich Abwechslung. Das anfänglich verlegene Publikum taute zum Glück recht schnell auf und trug dann gegen Ende einen großen Teil zum Gesamteindruck bei. Die Preise für Getränke gingen in Ordnung, die für`s Merchandise waren teilweise aber echt zu hoch angesetzt – aber naja, man kann nicht alles haben.

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